Essen und Trinken an Silvester
Der 31. Dezember ist in Spanien ein Abendessen-Feiertag. Gegessen wird spät, ausgiebig und meist im festen Menü — und wer ohne Reservierung losgeht, findet in Eivissa an diesem Abend nichts.
Das Silvestermenü
Am 31. Dezember stellen die meisten Restaurants auf ein festes Menü um — mehrere Gänge, oft mit Cava und Cotillón im Preis. Die Karte à la carte gibt es an diesem Abend selten.
Drei Dinge, die daran hängen:
Reserviert früh. Wochen vorher, nicht Tage. Die Zahl der im Winter geöffneten Restaurants ist überschaubar, und Einheimische buchen ebenso.
Fragt nach der Uhrzeit. In Spanien beginnt das Silvesteressen selten vor 21 Uhr, oft später. Wer um 19 Uhr essen will, ist in der falschen Kultur.
Klärt, ob die Rechnung am Ende passt. Feste Menüs sind an Silvester deutlich teurer als an normalen Abenden. Das ist üblich, sollte aber vorher bekannt sein.
Zur Größenordnung: In der zuletzt dokumentierten Saison lagen die ausgeschriebenen Silvestermenüs auf Ibiza zwischen rund 125 und 250 Euro pro Person. Ob Getränke, Trauben und Cotillón inbegriffen sind, macht dabei einen erheblichen Teil des Unterschieds aus — die Aufschlüsselung steht unter Was es kostet.
In vielen Hotels ist das Galadinner ohnehin Teil des Silvesterpakets — siehe Hotels.
Ibizenkische Küche
Ibiza hat eine eigene, bäuerlich geprägte Küche, die im Winter besser zur Geltung kommt als im Sommer — weil die Lokale, die sie kochen, dann für Einheimische kochen.
Bullit de peix. Der Klassiker: Fischeintopf, dessen Sud anschließend für einen Reisgang verwendet wird. Braucht Zeit, wird oft nur auf Vorbestellung gemacht.
Sofrit pagès. Ein deftiges Fleischgericht aus Lamm, Huhn und Wurst mit Kartoffeln — Winteressen im besten Sinn.
Flaó. Der ibizenkische Käsekuchen mit Frischkäse und Minze. Steht auf jeder Nachspeisekarte.
Hierbas Ibicencas. Der Kräuterlikör der Insel, aus Anis und einer Handvoll Kräuter. Wird nach dem Essen gereicht und ist auf Ibiza das, was anderswo der Espresso ist.
Cava. Angestoßen wird mit spanischem Schaumwein, nicht mit Champagner.
Wo im Winter offen ist
Die Gastronomie folgt der Hotellerie: Was an den Stränden und in den Sommerorten liegt, ist im Dezember überwiegend geschlossen. Verlässlich geöffnet sind die Lokale in Eivissa — Hafenpromenade, Neustadt rund um Vara de Rey, dazu einige Häuser oben in Dalt Vila — und in Santa Eulària des Riu.
Am 1. Januar kehrt sich das Bild nochmal um: Da bleibt auch in der Stadt vieles zu, und was öffnet, öffnet erst abends. Das Frühstück am Neujahrstag klärt ihr am besten am 31. Dezember im Hotel. Mehr dazu unter Neujahrstag.
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